Prototyping & Prozessdesign

Das Entwerfen von ansprechenden & realistischen Prototypen sowie die Gestaltung digitaler & effizienter Prozesse als Vorstufe zur eigentlichen Umsetzung liegt in unserer DNA. Ganz im Sinne der agilen Umsetzungsmethoden liegt unser Anspruch dabei in der frühzeitigen Marktvalidierung zukünftiger Lösungen sowie der Verwertbarkeit der Ergebnisse in der späteren Umsetzungsphase.

Prototyping & Prozessdesign

Auch (und besonders) digitale Ideen entstehen im Kopf. Doch die Vorstellung allein reicht nicht aus, um die Idee bei Nutzern zu verproben, weitere Mitarbeiter davon zu begeistern und vor allem auch nicht, um sicherzustellen, dass alle mit der Umsetzung betreuten Personen das gleiche Zielbild verfolgen. Im Rahmen der Entwicklung nehmen das Prototyping und Prozessdesign daher eine wichtige, unersetzliche Rolle ein:

Prototyping

Die Umsetzung eines ersten groben Prototyps kann in unterschiedlichen Formen und Detailgraden passieren. In einer weitgefassten Definition des Prototypings sind von einer bloßen Grobskizze bis zum realitätsnahen Click-Dummy oder gar bis zur Entwicklung einer Pilotlösung keine Grenzen gesetzt. Der Umfang des Prototypings sollte sich nach den Zielen richten, die damit verfolgt werden und nach der Phase, in der sich die Idee bereits befindet: Für einen internen Ideenwettbewerb, bei dem die Ideengenerierung im Vordergrund steht, reichen zumeist grobe Skizzierungen der Ideen. Für eine bereits detailliertere Diskussion des Funktionsumfangs sind Wireframes ein beliebtes Instrument. Für eine abschließende Diskussion und Verbesserung des Gesamtprodukts bieten sich Mockups oder gar Click-Dummies an, die bereits auch das Look & Feel des finalen Produktes nachahmen.

In dieser Form ist Prototyping auch ein elementarer Bestandteil des agilen Vorgehens. Die Geschwindigkeit in der Umsetzung erfordert immer auch ein detailliertes und gleiches Verständnis aller Beteiligten und es erfordert auch die schnelle, einfache und vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit, Zwischenstände in der Entwicklung am späteren Nutzer zu verproben.

Prozessdesign

Mit einem neuartigen, innovativen Produkt wird nicht nur das Sortiment technischer Lösungen angereichert, sondern es gehen in aller Regel auch veränderte Prozesse für die Mitarbeiter damit einher. Bei finstreet denken wir Prozesse daher parallel aus einer IT-/Daten- und Arbeitsprozess-Perspektive. In der IT-Sphäre ist es bereits vor der Umsetzung der Programmierung wichtig, die Datenströme, Datenformate, Entscheidungsregeln und Workflows der Nutzergruppen zu spezifizieren und aufeinander abzustimmen. Mit dem frühzeitigen Prozessdesign werden aufwendige spätere „Umzüge“ vermieden oder zumindest auf ein notwendiges Minimum reduziert. Doch auch der Faktor Mensch darf nicht vergessen werden. In der Regel entscheiden die Mitarbeiter durch Ihre Nutzung und Ihre Mitarbeit im Betrieb der neuen Lösung über Erfolg und Misserfolg. Ein transparentes Verständnis der Lösung und der Rolle sowie Arbeitsprozesse einzelner Mitarbeiter(-funktionen) sorgt für die notwendige Akzeptanz.

Unsere Services im Überblick

Im Rahmen der Vorbereitung einer effizienten technischen Umsetzung beschäftigen wir uns zunächst mit der Visualisierung des Zielbildes. Das Zielbild der zukünftigen Lösung wird anhand von Prototypen sowie der Definition digitaler Prozesse für das handelnde Projektteam griffiger. Zudem erlauben die Zwischenergebnisse eine sinnvolle Einbindung und Bewertung durch zukünftiger Nutzer (Endkunden und/oder Bankmitarbeiter). Somit können aufwendige und im Zweifel teure Entwicklungsarbeiten vermieden werden, die der Nutzer weder erwartet noch in einer späteren Lösung honoriert. Das Story Mapping hilft dabei den Gesamtzusammenhang einer Lösung zu verstehen und die Funktionen in Abhängigkeit vom Aufwand-Nutzen-Verhältnis sinnvoll zu priorisieren.

Prototyping
Das Prototyping ist die klassische Vorstufe einer agilen Produkt- und Lösungsumsetzung. Unsere Designer machen sich zusammen mit Ihnen in diesem Schritt Gedanken über den Customer Journey, ein intuitives und ansprechendes Design der zukünftigen Lösung. Zudem helfen Prototypen bei einer validen Einschätzung der Umsetzungskomplexität, da sich Prototypen als ein exzellentes Instrument zur Visualisierung des zukünftigen Funktionsumfangs herausgestellt haben.
Prozessdesign
Beim Prozessdesign stehen zwei Aspekte im Vordergrund: 1. Welche Möglichkeiten bieten technische Lösungen, um manuelle Prozesse zu automatisieren? 2. Zu welchem Zeitpunkt ist eine Automatisierung von Prozessen vor dem Hintergrund des Aufwand-Nutzen-Verhältnisses sinnvoll? Dabei unterstützen wir Sie bei der regulatorischen und datenschutzrechtlichen Bewertung des Vorhabens sowie dabei, das optimale Niveau zwischen „grüner Wiese“ und „interner Rahmenbedingungen“ zu finden.
User Testing
Ein visueller Prototyp der Lösung sowie der geplante Zielprozess ermöglichen eine erste Validierung durch die zukünftigen Nutzer. Dabei helfen uns häufig eingesetzte Methoden wie der Usability-Test oder das A/B-Testing dabei, die durch Experten erarbeitete Lösung bereits vor dem Start der  Umsetzung die Anwendung zu optimieren. Die Erfahrung zeigt, dass unnötige Entwicklungsarbeiten vermieden werden können und Nutzeroptimierung bereits in die Entwicklung der ersten Live-Version einfließen kann.
Story Mapping
Das sogenannte „Story Mapping“ ist die finale und zu dem Zeitpunkt noch grobe Beschreibung der geplanten Lösung sowie die Priorisierung der einzelnen Funktionalitäten. Dabei gilt es immer den Spagat zwischen einer verkürzten Time-to-Market und einer wirklich mehrwertstifenden Lösung zu finden. Nachdem die Prioritäten für die einzelnen Funktionalitäten definiert wurden, leitet der IT-Architekt hieraus die optimale Sprintplanung für die Umsetzungsphase der ersten marktfähigen Version ab.

Häufig gestellte Fragen

In der nachfolgenden Übersicht finden Sie die wichtigsten Fragestellungen sowie die Methoden und Ansätze, mit denen wir Sie bei der Lösung der Fragestellungen unterstützen. Jede Herausforderung hat natürlich ihre individuellen Fragestellungen, daher gilt die nachfolgende Übersicht nur als Beispiel für unsere Leistungen in dem Umfeld.

  • Prototypen sind Entwurfsmuster der geplanten Lösung bzw. des geplanten Produkts. Sie Visualisieren das Ergebnis des Projektes ohne dabei den Funktionsumfang bereits abzubilden und lassen sich daher sehr günstig in einem frühen Stadium mit geringen Budgets herstellen. Prototypen können sehr unterschiedliche Ausgestaltungsformen bzw. Ausprägungen haben. In unseren Projekten setzen wir in der Regel folgende Arten von Prototypen ein:

    • Wireframes: konzeptionelles Grundgerüst eines User-Interfaces mit statischer Anordnung einzelner Elemente. Wireframes werden in frühen Phasen angewendet ohne die Notwendigkeit einer Festlegung des Designs. Mit Hilfe von Wireframes lassen sich Benutzerführungen durch die zukünftige Anwendung verdeutlichen.
    • Mockups: Als Mockup bezeichnen wir visuelle Prototypen, die bereits im zukünftigen Design oder einem Designentwurf erstellt wurden. Das Usee Interface oder die Website sieht dem endgültigen Produkt schon sehr ähnlich, bietet jedoch keine oder sehr eingeschränkte Funktionen.
    • Animierte Mockups: Um eine Customer Journey noch besser zu Visualisieren, animieren wir häufig statische Mockups. 
    • Technische/funktionale Prototypen: Technische Prototypen sind einzelne Bestandteile, die bereits programmiert sind. Bei der Programmierung konzentrieren wir uns auf eine Problemstellung und den sogenannten „technischen Durchstich“, um die Funktion zu visualisieren.

    Je nach Problem-/Fragestellung unterscheiden wir zwischen vertikalen und horizontalen Prototypen. Bei horizontalen Prototypen wird ein UseCase möglichst end-to-end visualisiert, bei vertikalen Prototypen werden für einen Prozessausschnitt unterschiedliche UseCases abgebildet.

    Die Wahl der richtigen richtigen Art bzw. Form des Prototypen wird zusammen mit dem Projektteam auf Basis der zu beantwortenden Fragestellungen definiert.

    Zudem ermöglichen Prototypen ein frühzeitiges A/B-Testing, indem man den Probanten zwei unterschiedliche Lösungsansätze für das Problem vorstellt und entscheiden lässt, welche der beiden Lösungen sie favorisieren.

  • Grundsätzlich kann man mit einer strategischen Vision und einer groben Konzeption der Lösung bzw. des Produktes direkt in die Entwicklung einsteigen. Die vorherige Erarbeitung von Prototypen hat zwei Ziele und Vorteile:

    • Prototypen ermöglichen eine sehr frühe Marktvalidierung des Produktes mit potenziellen Nutzern. Dadurch ermöglichen sie frühzeitiges Feedback zu geplanten oder fehlenden Funktionalitäten. Die Praxis hat gezeigt, dass Nutzer gewisse Funktionen, die das Projektteam als wichtig eingestuft hat, in der Praxis kaum Mehrwert bringen und auf der anderen Seite Funktionalitäten vermissen, an die das Projektteam vielleicht gar nicht gedacht hat. Die Ergebnisse einer solchen Marktvalidierung sind mit ersten Prototypen deutlich aussagekräftiger.
    • Prototypen helfen bei einer Konkretisierung der Aufwandsschätzung und der Priorisierung der Anforderungen. Häufig werden wir in der Projektanbahnung nach dem Preis für die komplette Umsetzung gefragt, ohne dass zu diesem Zeitpunkt der sog. „Scope“ definiert ist. Häufig verbergen sich auch große Aufwände in vermeintlich kleinen Funktionalitäten. Mit der Erstellung von Prototypen werden die Anforderungen deutlich konkreter, so dass unser Team deutlich auf dieser Basis eine deutlich validere Einschätzung des Umsetzungsaufwands abgeben kann.
  • Das hängt -wie immer- vom Anspruch und der Zielsetzung des Prototypen ab.

    Wireframes erstellen wir in der Regel direkt im gemeinsamen Workshop mit Ihnen. Mit den richtigen Tools und der richtigen Methode lässt sich in einem ganztägigen Workshop eine komplette Customer Journey für ausgewählte UseCases einer Zielanwendung erstellen.

    Designte Prototypen benötigen etwas mehr Zeit. Ein durchdachter und ansprechender Screen dauert ungefähr einen haben Tag, sofern das grundsätzliche Design bereits festgelegt wurde.

    Die Animation eines Prototypen bedeutet zum einen die höchste Komplexität, zum anderen aber auch ein entsprechend realistisches Nutzererlebnis. Die Animation eines gesamten Customer Journey bedeutet durchschnittlich ein bis zwei Wochen Zeitaufwand. 

  • Beim Prozessdesign werden Hauptprozesse der zukünftigen Lösung gestaltet. Werden komplett neue Leistungsangebote / Geschäftsmodelle geschaffen, ist die Prozessgestaltung vergleichsweise einfach. Sofern jedoch bestehende Prozesse oder IT-Lösungen betroffen sind, müssen die bestehenden Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Geschieht dies nicht, entstehen häufig Zielbilder, die sich nicht oder nur sehr schwer umsetzen lassen. Halten sich auf der anderen Seite die Beteiligten zu sehr an den aktuellen Rahmenbedingungen und Prozessen, entstehen ineffiziente Arbeitsabläufe, mit denen die Wachstumspotenziale nicht heben können. Wir helfen Ihnen den optimalen Spagat zwischen vorhandenen Rahmenbedingungen und grüner Wiese zu finden.

    Ein weiterer Aspekt ist der richtige Zeitpunkt in der Digitalisierung von Ablaufprozessen. Wenn Sie „unter die Motorhaube“ vieler FinTechs schauen, werden Sie mit erschrecken feststellen, dass viele Prozesse -vermeidlich end-to-end-digitaler Geschäftsmodelle- überwiegend manuell ablaufen. Grundsätzlich ist das auch nicht verkehrt, denn Automatisierung bedeuten in der Regel hohe Anfangsinvestitionen. In Banken, die bestehende Rahmenbedingungen und IT-Systeme nicht vernachlässigen dürfen, ist der Effekt sogar noch größer. Diese Investitionen lohnen sich in der Regel erst nachdem Sie in einem „Proof-of-Concept“ bewiesen haben, dass Ihre potenziellen Kunden Ihre Lösung nutzen möchten. Wichtig in dem Zusammenhang ist, dass Sie vom Beginn an einen Plan haben, wie sie mit deutlich steigender Nutzerzahl umgehen werden. Genau dabei unterstützen wir Sie: wir definieren gemeinsam Zielprozesse und bestimmen anschließend den Punkt, ab dem es sich lohnt die manuellen Prozesse zu automatisieren und damit zu digitalisieren. Damit reduzieren wir Investitionsrisiken und maximieren langfristig Ihre Effizienz.

  • Unser Geschäftskern ist auf die Verzahnung fachlicher und technischer Kompetenzen ausgerichtet. Wir kennen uns in Bankprozessen sowie technischen Möglichkeiten aus und können mit dem Know-how entsprechende Amortisationsrechnungen für die Investitionen in und Einsparungen aus Automatisierung von Prozessabläufen ableiten. Damit haben Sie Gewissheit über den optimalen Investitionszeitpunkt und können die Risiken deutlich reduzieren.

  • Beim Story Mapping ist uns neben der Priorisierung der Funktionalitäten eine erste Einschätzung von drei wesentlichen Kriterien wichtig:

    • Technische Realisierbarkeit
    • Rechtliche und regulatorische Hürden
    • Wirtschaftlicher Nutzen

Unsere Spezialisten für Prototyping und Prozessdesign

Dr. Eddie Dubiel
    Dr. Eddie Dubiel
    Sebastian Hielscher
      Sebastian Hielscher
      Peter Kaczmarek
        Peter Kaczmarek
        David Niedzielski
          David Niedzielski
          Mareke Prahm
            Mareke Prahm
            Peter Selinger
              Peter Selinger

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